Selbst gemacht aber Känguru aus dem Internet. Die Seite kann ich nicht mehr öffnen, aber man findet es, wenn man "Känguru" googelt.
" 'Also streng genommen ist das nicht mein Känguru', sage ich [...]'Es gehört sich quasi selber. Es ist da sehr heikel, wenn es um Besitzverhältnisse geht. Nicht nur bei Produktionsmitteln.'" (S. 60)
Titel: Die Känguru-Chroniken
Autor: Marc-Uwe Kling
Genre: Belletristik, Satire
Jahr: 2009
Land: Deutschland
Seiten: 264
Bewertung: ★★★★★
Link: hier
Nachdem ein kommunistisches und besserwisserisches Känguru bei ihm einzieht, beginnt Marc-Uwe Kling, Schriftsteller und Dichter, seine Erlebnisse mit dem Beuteltier aufzuschreiben. Zusammen geraten die beiden in komische Situationen, Von Nazidemos bis zu intelligenten Verkaufsstrategien ist alles vertreten.
Das Buch ist in einzelne, kurze Geschichten aufgeteilt, die einen politischen, oder gesellschaftlichen Hintergrund haben. Viele alltägliche Dinge werden hier auf lustige Art in Frage gestellt und aufs Korn genommen. Dabei schreckt der Autor vor nichts zurück, nicht einmal vor stilistischen Änderungen mitten im Satz. Um z.B. dem Känguru zu beweisen, dass er, als Autor machen kann, was er will, setzt er, auch mal ein Komma hin, wo er will. ;P
Mal fies und hinterlistig, mal besserwisserisch zeigt sich das Känguru, das, obwohl es sprechen kann, in der Geschichte von den anderen Charakteren als normaler Mitbürger empfunden wird. Daran muss man sich nichtmal gewöhnen, irgendwie kommt es einem normal vor, dass ein Känguru in einer Wohnung wohnt und Kommentare zu allem abgibt.
Ich finde das Buch sehr witzig und empfehlenswert. Es ist im Stil und in der Idee ungewöhnlich und einmalig und lässt sich gut lesen, selbst wenn man nur eine Minute Zeit hat. Die Geschichten sind nämlich kurz und größtenteils unabhängig voneinander. Daher, diesmal auch als Garantie:
Viel Spaß beim Lesen^^

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen